Grey: die Story

Grey: die Story

“Was ist eigentlich mit den Erwachsenen in unserer Stadt los? Was hat sie so verändert?
Welch merkwürdige Dinge gehen hier bei uns zuhause vor und was hat es mit dem Geheimnis um die goldene Felsengrotte in unserem kleinen See auf sich?”

Tobias und seine Freunde sind ganz normale junge Leute, die gerne an einem kleinen Weiher chillen und jetzt in den Ferien dort unten einen Riesenspaß haben wollen. Aber so ganz sorglos können sie einfach nicht sein, denn irgendetwas Unheimliches, Angsteinflössendes geht im Ort vor sich.

Die meisten Familien der ehemaligen Bergbaustadt, die nach der Schließung der alten Zeche nicht mehr genug Arbeit für ihre Bewohner anbieten kann, sind untereinander zerstritten, und besonders der Fremdenhass findet in diesen trüben Zeiten einen guten Nährboden unter den Menschen. Dort, wo früher Kameradschaft und friedliches Miteinander praktiziert wurden, herrschen jetzt Neid und Missgunst.

Ganz besonders seit dem Tag, an dem diese merkwürdigen, grauen Gestalten aufgetaucht sind, die noch nie jemand zuvor gesehen hatte, und von denen auch niemand so genau weiß, wo sie herkommen und was sie eigentlich wollen, ist es immer schlimmer geworden.

Die Erwachsenen verhalten sich wie hypnotisiert, sie sprechen in Rätseln und scheinen von den Graugramen irgendwie total beeinflusst zu werden. Immer wenn ein Graugram einen Erwachsenen besucht hat, tut dieser sofort danach ganz geheimnissvoll, als ob für ihn alleine sich bald alles zum Guten wenden würde. Aber eben nur für ihn alleine; denn er muss schweigen und darf seine Hoffnung mit niemandem teilen, sonst wird er nicht vom Segen profitieren, den der Große Puppenspieler, der Meister der Graugrame, über die Stadt bringen wird. So gehorchen die Erwachsenen wie die Marionetten und hängen an den Fäden Greys, der mit ihnen tun und lassen kann, was er will.

Den Jugendlichen kommt die Geschichte zum Glück ziemlich schräg vor, und sie beginnen, das Rätsel um das Gold im See und auch um die unheimlichen Typen, die allmählich die Stadt wie eine Heuschreckenplage heimsuchen, aufzudecken.

Dafür müssen sie zunächst in den See hinabtauchen, wozu sie sehr viel Mut benötigen, und sie müssen – ganz anders als ihre Eltern es tun – wieder aufeinander zugehen und ihr Schicksal gemeinsam in die Hand nehmen. Hilfreich sind ihnen dabei die beiden Großväter, der eine türkischer und der andere deutscher Herkunft, die früher einmal gemeinsam in den Berg eingefahren sind. Sie wissen nämlich noch, was echte Freundschaft wert ist, und auch, was es mit dem angeblichen neuen Goldfund in Wahrheit auf sich hat.

So kommt es zwischen den Jugendlichen und den Graugramen an dem Tag, als alle Erwachsenen von Grey und seinen Handlagern an den See geführt werden, um diesen leer zu pumpen und den angeblichen Goldschatz zu heben, zum großen Showdown. Die Graugrame, die diesen Schwindel nur inszeniert haben, um maximalen Unfrieden zwischen den Menschen zu stiften, der für sie eine Art Lebenselixier ist, werden dabei mit einem erstaunlichen Trick ausgeschaltet; und als der böse Fluch, der die Menschen so lange in seiner Gewalt gehalten hat, endlich gebannt ist, zeigt sich noch eine ganz andere Alternative, von der alle gemeinsam profitieren können.