Goal! – Die Premiere

Goal! – Die Premiere: Gala-Aufführung in der Stadthalle Alsdorf

Auch wenn der Weg das eigentliche Ziel unserer Projektarbeit ist, so will man doch auch irgendwann ankommen. Und so war es dann am Freitag, dem 22.07.2011 um 20.00 Uhr endlich soweit!

Alfred Sonders und Peter Schongen vor den gefüllten Rängen der StadthalleAls sich nach einer kurzen Ansprache des Alsdorfer Bürgermeisters Alfred Sonders, der im Dialog mit Peter Schongen als Vorsitzenden des KIND e.V. über den inklusiven Charakter des Musicals sprach, zum ersten Mal der Vorhang hob, war die Anspannung bei allen Beteiligten wohl auf dem Siedepunkt.
Franz-Josef Kochs beginnt zu erzählen.Das Publikum lauschte zunächst mucksmäuschenstill dem Erzähler Franz-Josef Kochs, und es war so leise im großen Saal der Stadthalle, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können.

Der BergwerkschorUnd dann kamen sie, unsere Jüngsten: der Bergwerkschor mit seinen Zwergen, Bergleuten und Kohlekindern, die als erste hinaus auf die große Bühne mussten, um das Eis zu brechen. So unbekümmert, als hätten sie noch nie etwas anderes getan, stapften sie drauflos, begannen, ihr Lied vom “Bergwerk, tief im Westen” zu intonieren und eroberten mit ihrer fröhlichen und natürlichen Art die Herzen der Zuschauer im Sturm. Das Eis der angespannten Erwartung begann sofort zu schmelzen, und am Ende der Szene applaudierte das Publikum tosend.
Der Blaue Riese erwacht.Stolz wie die Großen stapften unsere Kleinsten zurück, und der Regisseurin blieb vor lauter Staunen die Luft in der sowieso schon stickigen Regiekabine hoch oben über dem Zuschauerraum beinahe weg: sie machten alles richtig, nicht der Hauch eines Patzers, niemand tanzte aus der Reihe, alles war genau so wie es sein sollte. Die Steine, die da von den Herzen der erwachsenen Betreuer und Mitarbeiter purzelten, hätten schon alleine genügt, um ein paar Hundert Bergwerkstore zu verschließen.

Naturgeister IIDie Naturgeister werden aktiv.Von da an ging alles von alleine, war alles in einem einzigen Fluss und nichts und niemand – weder hinter noch auf der Bühne oder im Saal – war mehr zu stoppen, und das Märchen vom “Schwarzen Gold des Berges” wurde an diesem Abend in den Liedern und Spielszenen der Akteure, in den Tänzen und akrobatischen Meisterleistungen und in einer fantastischen Bühneshow schlicht und einfach wahr.

Naturgeister IIIJetzt hilft nur noch der "Zornestanz".Als das Publikum nach der letzten Szene der gut zweistündigen Vorstellung stehend applaudierte, als die letzte weiße Rose als Dankeschön an die Mitarbeiter verteilt war, als der letzte Akkord der Zugabe verklungen war und der schwere Vorhang endgültig fiel, da war für alle klar, dass an diesen Abend ein jeder – ob jung, ob alt, ob gesund oder behindert – am Ziel angekommen war, und nichts und niemand auf der Welt würde das Gefühl je auslöschen können, das man für immer in sich trägt, wenn man ganz genau spürt, alles richtig gemacht zu haben!